BIM wird von unterschiedlichen Zusammenschlüssen verschieden definiert. Im Allgemeinen handelt es
sich bei BIM um ein Planungs- und Steuerungskonzept. Durch dieses Konzept wird der gesamte Lebenszyklus
des Gebäudes digital abgewickelt. Allen Definitionen gemeinsam ist „neben der Digitalisierung des
Planungsprozesses“ die Wichtigkeit der teamorientierten Planung.
Der vernetzte Austausch von Gebäudedaten soll dabei in technischer Hinsicht zunächst über ein offenes
Dateiformat, nämlich IFC, stattfinden. Daten können so transparent und konsistent erfasst, ausgetauscht
und verwaltet werden. Außerdem sollen Anforderungen an das fertige Gebäude deutlich früher in die
Planung einbezogen werden. Die mit der Umsetzung von BIM angestrebten Ziele sind vorrangig: Verzögerungen
(insbesondere in Großprojekten) zu umgehen und Kostenüberschreitungen zu vermeiden.
In Deutschland wurden Konventionen, Regeln oder Standards bisher nicht klar definiert. In Ländern wie
Österreich oder USA sind gewisse Vorgänge aber bereits staatlich reguliert.

Wird BIM auch in Deutschland Einzug halten?
Auf diese Frage kann man schlichtweg „Ja“ sagen. Denn das BMVI schreibt
mit dem Stufenplan für BIM die Umsetzung von BIM für Infrastrukturprojekte
vor. Unklar ist, ab wann auch private Bauherren eine vollständige Planung
nach der BIM-Methode fordern und welche Gesetze und Regelungen schrittweise
auch in Deutschland eingeführt werden.
Nach Einschätzungen von Fachleuten der Baubranche scheitert die Umsetzung
der BIM-Methode zumeist am mangelnden Wissen und nicht an der
Technologie. Außerdem fehlt den Projektbeteiligten, verständlicherweise,
oft die praktische Erfahrung mit BIM-Prozessen. Umfragen zeigen, dass
BIM häufig vorgeworfen wird, ein reiner Marketingbegriff zu sein. BIM ist
allerdings weitaus mehr als das – sowohl große Architektur-Unternehmen als
auch Ein-Mann-Büros müssen sich mit dem Thema BIM auseinandersetzen.

Quelle: www.softtech.de

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