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Bericht: Typisiertes Familienhaus nach „Gebäudetyp E“
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Im Auftrag eines Bauträgers aus Stuttgart wurde die Entwicklung eines typisierten Einfamilienhauses angestoßen. Ziel ist ein familiengerechtes, kostenoptimiertes Haus nach dem Leitbild des „Gebäudetyps E“: ein standardisierter Grundriss, der sich über unterschiedliche Dachformen an möglichst viele kommunale Bebauungspläne (B-Pläne) anpassen lässt. Vorgesehen sind rund 170 m² Wohnfläche bei einem Zielpreis von 290.000 Euro schlüsselfertig.
Die Bearbeitung erfolgt digital durchgängig. Der Gebäudetyp wird in Spirit 2025 entwickelt und variantensicher geführt; die Kostenschätzung wird auf Basis der jeweiligen Planungsstände mit Avanti 2026 erstellt. Damit sollen Variantenentscheidungen frühzeitig wirtschaftlich bewertbar und Planungsstände reproduzierbar dokumentiert werden.
„Viele Familien scheitern nicht am Wunsch, sondern an der Planungs- und Kostenspirale. Wir drehen das Prinzip um: ein erprobter Grundriss, klare Optionen, weniger Sonderlösungen – und dadurch kalkulierbarer“, heißt es aus dem Projektumfeld.
Standardisierung mit Spielraum: Dachvarianten für B-Plan-Konformität
Kern des Auftrags ist die Ausarbeitung eines gleichbleibenden, funktionalen Grundrisses, der über die Dachform flexibel auf örtliche Vorgaben reagieren kann. Als Varianten sind – abhängig von der jeweiligen Zulässigkeit – Satteldach, Pultdach, Walmdach oder Flachdach vorgesehen. Damit sollen Planungs- und Genehmigungsprozesse vereinheitlicht sowie Kosten- und Terminrisiken reduziert werden.
Digitale Durchgängigkeit: Planung und Kosten in einem Prozess
Durch die standardisierte Bearbeitung in Spirit 2025 werden Grundriss, Dachvarianten und Planstände konsistent geführt. Die Kostenschätzung mit Avanti 2026 dient als Steuerungsinstrument: Sie soll die wirtschaftlichen Auswirkungen von Ausstattungsentscheidungen und Dachvarianten nachvollziehbar darstellen – als Grundlage für belastbare Entscheidungen in Projektsteuerung und Bauherrenkommunikation.
Kennzahlen im Überblick
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Zielgruppe: Familien
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Wohnfläche: ca. 170 m²
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Konzept: ein Grundriss, mehrere Dachvarianten zur B-Plan-Anpassung
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Preisziel: 290.000 € schlüsselfertig -
Planung/Modellführung: Spirit 2025
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Kostenschätzung: Avanti 2026
Bericht: Michael Müller
BIM und KI im Bauwesen: Vom Datenmodell zur lernenden Prozesskette
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Künstliche Intelligenz verschiebt die Digitalisierung am Bau von „Dokumentieren und Koordinieren“ hin zu „Analysieren, Optimieren und (teil-)Automatisieren“. Grundlage bleibt dabei BIM: Erst strukturierte Modell- und Projektdaten machen KI im Baualltag wirklich wirksam – von Ausschreibung und Vergabe bis zur Baufortschrittskontrolle und dem späteren Betrieb.
BIM liefert den Datenpool – KI macht daraus Entscheidungen
Ein zentraler roter Faden ist die Rollenverteilung: BIM erzeugt früh einen umfassenden Daten- und Informationspool; KI (insb. maschinelles Lernen) nutzt diese Daten, um Muster zu erkennen, Vorschläge zu generieren und Entscheidungen vorzubereiten. Als besonders „KI-geeignet“ werden standardisierte, wiederkehrende Abläufe beschrieben – etwa im Ausschreibungs- und Vergabeprozess, wo datenbankgestützte Workflows bereits weitverbreitet sind.
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Digitalbau: Gamechanger KI: Wie Künstliche Intelligenz das Bauen revolutioniert
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Der Bausektor steckt in einem grundlegenden Wandel. Herausforderungen wie hohe Baukosten, Fachkräftemangel und die damit verbundene Notwendigkeit, deutlich effizienter in Planung und Bauphase zu werden, bestimmen den Branchenalltag. Parallel dazu entwickelt sich die Künstliche Intelligenz (KI) rasant zum zentralen Treiber, zum „Gamechanger“, für die Transformation zum effizienteren, nachhaltigeren und adaptiven Bauen. Die digitalBAU (24. bis 26. März 2026 in Köln) rückt darum das Leitthema „Gamechanger KI – Bauen für die Zukunft“ in den Mittelpunkt und zeigt, wie KI-Technologien die Wertschöpfungskette revolutionieren können.
Der Begriff „Gamechanger KI – Bauen für die Zukunft“ beschreibt jenen tiefgreifenden Wandel, den der Einsatz von KI in allen Lebenszyklusphasen eines Gebäudes bewirkt, von der Planung, Genehmigung über die Ausführung bis in den Betrieb, Um- oder sogar Rückbau. KI-Technologie unterstützt hierbei mit Automatisierung und Optimierung und ermöglicht eine fundierte, datenbasierte Entscheidungsfindung in allen Bauprozessen. Sie gilt damit als entscheidender Schlüsselfaktor für mehr Effizienz, mehr Nachhaltigkeit und weniger Ressourceneinsatz. „Die Bauwirtschaft wird in großen Teilen vom Mittelstand getragen. Ihn wollen wir unterstützen und ihm neue Wege für das Bauen der Zukunft vorstellen. Digitale Bauprozessoptimierung und KI sind elementare Instrumente, die sich in unseren Leitthemen und im Rahmenprogramm widerspiegeln“, betont Messe München Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer.
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Neue Zeichnungsnorm DIN EN ISO 7519:2025-01 ersetzt DIN 1356-1
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Mit der Veröffentlichung der DIN EN ISO 7519:2025-01 „Technische Produktdokumentation (TPD) – Baukonstruktionszeichnungen – Allgemeine Grundlagen für Übersichts-Anordnungszeichnungen und Zusammenbauzeichnungen“ liegt seit Anfang 2025 eine neue zentrale Zeichnungsnorm für das Bauwesen vor. Sie ersetzt die bisherige DIN 1356-1 „Bauzeichnungen – Teil 1: Grundregeln der Darstellung“, deren Inhalte nun in die neue internationale Norm überführt wurden. Damit ändern sich für Planungsbüros, Behörden, Bauschaffende und Ausbildungsstätten die Bezugsgrundlagen für Bauzeichnungen – insbesondere für Grundrisse, Schnitte, Ansichten und Übersichtspläne.
Hintergrund
Die alte DIN 1356-1 legte seit Mitte der 1990er-Jahre die Grundregeln der Darstellung in Bauzeichnungen fest – unter anderem für die Objekt- und Tragwerksplanung. Die neue DIN EN ISO 7519:2025-01 verfolgt einen anderen Ansatz:
Sie ist international harmonisiert, steht im Kontext der ISO-Reihe zur technischen Produktdokumentation und knüpft eng an die überarbeiteten Zeichnungsgrundlagen der ISO 128-Reihe an. Zugleich wurden die Regelungen zur Bemaßung und Darstellung von Bauzeichnungen, die bislang in DIN 1356-1 verankert waren, in die neue Norm überführt.
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