Wer derzeit auf deutschen Straßen unterwegs ist, wird schnell bemerken, dass aktuell an vielen Infrastrukturprojekten gearbeitet wird. Die Bundesregierung spricht von einem „beispielslosen Investitionshochlauf für die Verkehrsinfrastruktur“. Diese Projekte sollen nun insbesondere in der Planung schneller bewältigt werden können. Hierzu wurde eine 12-Punkte-Strategie erstellt, die in der sogenannten „Strategie Planungsbeschleunigung“ des BMVI festgehalten wird.

BIM und beschleunigte Genehmigungsverfahren
Teil der Strategie ist die verstärkte Umsetzung von BIM, die für eine schnellere Planungsabwicklung sorgen soll. BIM, also Building Information Modeling, beinhaltet unter anderem, dass Projekte digital abgebildet werden. Die Digitalisierung bezieht sich insbesondere auf die Planungsarbeit der Bauherren, Architekten und ausführenden Unternehmen. Die Digitalisierung aller Projektdaten soll jedoch durch die Weitergabe an Facility Manager auch deren Arbeit vereinfachen und beschleunigen. Die 12-Punkte-Strategie des BMVI beinhaltet neben der Digitalisierung der Planung auch das Ziel, Genehmigungsverfahren zu vereinfachen.

Die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren soll einerseits über die großflächige Digitalisierung der Projekte stattfinden, aber auch durch vereinfachte und integrierte Genehmigungs- und Planungsprozesse. Intergierte Prozesse sollen unter anderem dazu führen, dass statt mehrerer Behörden nur noch eine Behörde für die Genehmigung eines Projektes zuständig ist. In bestimmten Fällen, wie beispielsweise Projekten rund um Ersatzneubauten von Brücken und Schleusen, soll die Öffentlichkeitsbeteiligung reduziert und somit Zeit gespart werden. Auch ist vom BMVI angedacht, vorbereitende Baumaßnahmen schon zu erlauben, bevor die bisher notwendigen Planungsfeststellungsbeschlüsse endgültig verabschiedet wurden. Teil der 12-Punkte-Strategie ist auch die Stärkung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Passende Wege sollen unter anderem durch finanzielle Anreizmechanismen in Pilotprojekten erprobt werden.

Building Information Modeling und Digitalisierung im Planfeststellungsverfahren
Bisher werden Planungsunterlagen von Infrastrukturprojekten durch die Einsicht im Rathaus der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Allerdings können weitaus mehr Menschen durch die Veröffentlichung im Internet erreicht werden. Daher plant das BMVI Änderungen bezüglich der Fachplanungsgesetze, so dass die zunehmende Digitalisierung von Bauplänen auch zur Verbesserung der Bürgerbeteiligung genutzt werden kann.
 
Neben dem Einbezug der Bürger in die Planungsvorgänge von Infrastrukturprojekten plant das BMVI, weitere Vorteile von BIM zielgerichtet zu nutzen. Hierzu gehört auch die Kommunikation zwischen Planern und Trägern öffentlicher Belange. Hierzu müssen Projektinformationen sinnvoll koordiniert werden, sodass Daten für alle Beteiligten zugänglich sind. Außerdem müssen Informationen leicht zu finden sein, damit eine Rückverfolgung des Planungsablaufs sowie der Genehmigungen schnell und einfach realisierbar ist. Um die tägliche E-Mail-Flut in Projekten zu umgehen und E-Mails sinnvoll zu koordinieren, eignet sich der Einsatz von Projekt-Informations-Management-Software, sogenannter PIM-Software, wie beispielsweise das Newforma Project Center.
 
Weitere Informationen zu dieser Software finden Sie hier www.softtech.de/newforma.
Es wird demnach klar, dass digitale Daten ohne deutlich höheren Aufwand schnell und einfach verbreitet und koordiniert werden können. Mit der richtigen Pflege der Daten kann die Digitalisierung daher zur Beschleunigung der Projektplanung führen.
Detaillierte Ausführungen zu der 12-Punkte-Strategie, beispielweise auch, wie die Aktualisierung der Artenschutzlisten zur Beschleunigung der Planungsprozesse führen soll, finden Sie hier: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/Presse/073-dobrindt-planungsbeschleunigung.pdf?__blob=publicationFile
 
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